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    <title>Maximilian Bauer</title>
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		<language>de-AT</language>         
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    <copyright>©Maximilian Bauer</copyright>
    <category>Weblog</category>
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      <title>Maximilian Bauer</title>
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 <title><![CDATA[Zahn für Zahn]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/05/26/zahn-fuer-zahn</link>
<description><![CDATA[Birgit Lichtenberger ist Hebamme und Künstlerin. Wie und ob sich diese beiden Bereiche miteinander vereinbaren lassen, klärt sie im punkt-Gespräch.<br /><br /><br />Sie  lässt die Zähne aus ihrer Hand auf den Tisch gleiten. Etwa dreißig Stück. Manche weiß, manche leicht gelblich verfärbt. Birgit Lichtenberger reiht Zahn für Zahn auf das Backpapier auf und beginnt sie mit farblosem Nagellack zu bestreichen. Bereits vor Monaten hat sie Kunstzähne von einem Zahntechniker aufgetrieben und dann beschlossen, sie für ein neues Objekt zu vervielfältigen. Seit Februar sitzt sie nun nahezu täglich in ihrem Wohnzimmer, knetet Modelliermasse, produziert Zähne mit ihren Gussformen, härtet sie im Backrohr und klebt sie schließlich auf einen weißen Tüllrock. „Es ist eine meditative Arbeit. Jeder entscheidet selbst, womit er seine Zeit verbringt. Ich habe mich hierfür entschieden.“<br />
<br />
Entschieden hat Lichtenberger sich auch für einen Wechsel vom St. Josef Krankenhaus in das Allgemeine Krankenhaus Wien (AKH). Statt wie bisher fünfundzwanzig, wird sie ab Juni im AKH vierzig Stunden pro Woche als Hebamme arbeiten. Denn die 39-jährige beschäftigt sich auch mit der Feldenkraismethode, einer körperorientierten Lernmethode, anhand derer man mehr über den eigenen Körper und seine Bewegungsmuster erfahren soll. Vergangenen Herbst hat sie die vierjährige Ausbildung begonnen. Um die Kosten dafür abzudecken, hat sie sich für den Jobwechsel entschieden. Erst kürzlich ist sie von einem Seminar in Deutschland zurückgekehrt: „Wir sind 10 Tage am Boden gelegen. Es war einfach super. Ich fühle mich jetzt wieder fein gestimmt. Gerüche, Farben, Musik; alles ist intensiver.“, so Lichtenberger. Balthasar, ein Freund und ehemaliger WG-Mitbewohner von Birgit, erklärt sich die Veränderung im punkt-Gespräch anders: „Birgit ist einfach ständig auf der Suche. Ob das jetzt den Job betrifft oder unsere damalige Wohnung. Sie braucht die Veränderung.“ Lichtenberger setzt den Pinsel ab und hält inne: „Ja, es stimmt. Eine gewisse Unstetigkeit gibt es schon bei mir. Zumindest im Beruf. Wenn ich ein System einmal durchschaut habe, verliere ich das Interesse. Dann muss ich an einen neuen Ort.“ Sie arbeite bereits seit 20 Jahren als Hebamme, sei aber schon an einigen Krankenhäusern tätig gewesen. Auch künstlerisch habe sie schon sehr viel ausprobiert in ihrem Leben. Von Goldschmiedin bis zur Seidenmalerin. „ich gehe eher in die Breite als in die Tiefe“, sagt sie. Das sei aber nicht immer so gewesen. Etwa vor sehn Jahren kam es zu einem tiefen Einschnitt in ihrem Leben.<br />
<br />
Nach einer Tibetreise zum Mount Kailash („21 Tage auf einem Lastwagen: Staub und Steinwüste.“) erkennt die damals 28-jährige, dass ihr Leben so nicht weitergehen kann: „Ich habe mir gedacht: Was tu ich hier eigentlich? Ich will kein Haus bauen und mein Leben mit diesem Mann verbringen.“ Sie lässt sich scheiden und zieht vom Burgenland nach Wien. „Ich bin erstmal wochenlang nicht außer Haus gegangen. Ein Kreisler war im Haus und Freunde haben dann auch auf mich geschaut. Ich habe die ganze Zeit Nasen und Ohren modelliert. Warum, weiß ich nicht mehr.“ Hinausgegangen sei sie dann nur zu den Modellierkursen an der Volkshochschule. Nach ihrem Tief bleibt sie zwar bei der Kunst, probiert immer wieder Neues aus, kehrt aber auch zur „Hebammerei“ zurück. „Das kann ich einfach gut und das hat mich dann auch in eine gewisse Entscheidungsnot gebracht. Ich habe immer gedacht, ich muss mich zwischen Hebammerei und Kunst entscheiden.“ Es habe gedauert, bis sie gewusst hätte. dass auch beides für sie funktioniere. „Ich habe begriffen, dass ein Teil von mir Kunst ist.“ So schaffte sie es mit ihrer Diplomarbeit beim Abschluss der Kunstschule 2002 erstmals Beruf und Kunst zu verbinden: Sie arbeitet mit Fruchtblasen, die sie trocknet, konserviert und in einen Rahmen setzt, aber auch mit Fotografien von Geburten. Im März stellte sie ihre Objekte bei ihrer bisher dritten Werkschau im „das Dorf“ aus. „Die Hürde vor der letzten Ausstellung war sehr groß. Freunde von mir haben mich Gott sei Dank dazu gedrängt, endlich wieder auszustellen. Ich bin froh, dass ich die Hürde genommen habe.“ Sie hätte anfangs Bedenken gehabt, durch ihre Kunstwerke, zu viel von sich Preis zu geben. „Als ich die positive Reaktion der Leute gesehen habe, war das Gefühl dann viel besser.“<br />
Lichtenberger sitzt noch immer an ihrem Tisch und lackiert Zähne. Nicht mehr lange; sie muss bald los, denn sie hat kürzlich etwas Neues für sich entdeckt: Bollywoodtanz.<br />
<br />
Link:<br />
<a href="http://www.dasdorf.at" target="_blank">http://www.dasdorf.at</a>]]></description>
 <category><![CDATA[POLITIK - Wien]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/05/26/zahn-fuer-zahn#Comments</comments>
 <pubDate>Tue, 26 May 2009 22:25:25 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[„Wir sind überall“]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/05/12/wir-sind-ueberall</link>
<description><![CDATA[Jungjournalisten: Eine hilflose Spezies ohne Mut und Prinzipien oder doch eine Gruppe junger, interessierter Schreiberlinge? <i>punkt</i> hat sich auf die Suche gemacht. Und wurde fündig.<br /><br /><br />„Wo seid ihr?“ fragt <i>FM4</i>-Moderator Martin Blumenau das Publikum im Audi Max der Fachhochschule Wien. „Mir fehlt es an eurem Medienaktionismus. Ich kann euch nicht sehen.“ Bei der Podiumsdiskussion „Generation unkritisch: Jungjournalisten ohne Mut und Prinzipien?“ diskutiert Blumenau vergangenen Freitag mit <i>Kurier</i>-Kolumnistin Anneliese Rohrer, <i>Falter</i>-Redakteuer Stefan Apfl, <i>Puls4</i>-Moderatorin Isabella Richtar und dem Medienrechtsexperten Alfred Noll. Trotz strahlend schönem Wetter ist der Hörsaal voll. Unter der Leitung von <i>ORF</i>-Moderatorin Birgit Fenderl soll erörtert werden, wie kritisch Österreichs Jungjournalisten sind.<br />
<br />
<img src="http://media.viennablog.at/34180/20090513-IMG662822.jpg" width="360" alt="null" /><br />
Podiumsdiskussion: Sind Jungjournalisten unkritisch?<br />
Foto: Alexander Müller<br />
<br />
„Es juckt niemanden. Wir müssen das berichten, was die Leute hören wollen.“ So erklärt Richtar den ernüchternden Alltag in der Redaktion eines Privatsenders. Rohrer streicht zudem die schwierige wirtschaftliche Situation der angehenden Journalisten heraus, die „per SMS kündbar“ seien. Apfl, selbst Absolvent des Journalismus-Studiengangs der Fachholschule Wien, glaubt an die Existenz österreichischer Jungjournalisten in „Biotopen“. Das seien Medien wie das Magazin <i>Datum</i>, der Radiosender <i>FM4</i> oder die Stadtzeitung <i>Falter</i>. Zudem seien „viele gute, angehende Journalisten draußen in Prishtina, Brüssel oder Washington. Die kommen wieder zurück.“<br />
<br />
Kerstin Tretina arbeitet neben ihrem Studium als freie Mitarbeiterin beim <i>Kurier</i>. Im <i>punkt</i>-Gespräch erklärt sie, warum kritischer Journalismus für sie nicht nur in „Biotopen“ stattfindet: „In diesen Biotopen schreibt man hauptsächlich für eine hoch gebildete Gesellschaftsschicht. Um bei sehr vielen Menschen etwas zu erreichen, muss man sich auch in andere Medien begeben und dort kritischen Journalismus betreiben. Das passiert auch. Wir sind überall.“<br />
<br />
Lisa Aigner hat die Podiumsdiskussion zusammen mit Kollegen aus dem vierten Semester organisiert: „Wir wollen mitreden und verhindern, dass die Diskussion nur über uns geführt wird, wie in einem <i>ORF</i>-Gespräch zwischen Rohrer und Dorfer im Jänner (<i>Link unten</i>).“ Was sie von der Kritik hält, sagt sie im <i>punkt</i>-Interview: „Blumenau hat nur teilweise Recht. Ja, es fehlt an Medienaktionismus. Das liegt vor allem an den verschulten Universitätsausbildungen seit dem Bologna-Prozess (<i>Er bezeichnet den Plan zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens bis zum Jahr 2010, Anm. der Red.</i>). Andererseits muss man sagen, dass Blumenau schon seit Jahren zu erklären versucht, was Jugend ist. Er selbst gehört dieser Gruppe aber schon lange nicht mehr an. Er muss über den Tellerrand von <i>FM4</i> hinausblicken und wird dann auch junge Medien sehen.“<br />
<br />
In den ersten sechs Jahren des Fachhochschul-Studiengangs Journalismus wurden von den Studenten bereits einige „jungen Medien“ gegründet: Die <i>Falter</i>-Beilage „Durst“, das Magazin „Interview“, der erste Studentensender Wiens „StudiFM“, das Online-Magazin <i>punkt</i> sowie die <i>OKTO</i>-Sendungen „Tiefenschärfe“, „Kopfsalat“ und „Instinkt“. Bei letzterem, dem Jugend-Popkultur-Magazin „Instinkt“, arbeitet Julian Paschinger von Beginn an mit. Der Journalismus-Student im sechsten Semester schreibt neben seinem Studium für die Magazine „das Helmut“ und „the gap“. Er hat die Diskussion um die „Generation unkritisch“ mitverfolgt. Im <i>punkt</i>-Gespräch sagt er, was er von Blumenaus Ansichten hält: „Herr Blumenau hat eine beschränkte Sicht der Dinge. Ich denke nicht, dass er sich täglich auf die Suche nach guten, jungen Journalisten begibt, denn dann wüsste er, dass wir überall in den Medien arbeiten.<br />
<br />
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<b>Links</b><br />
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Seite zur Podiumsdiskussion<br />
<a href="http://generationunkritisch.wordpress.com" target="_blank">http://generationunkritisch...</a><br />
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<i>ORF</i>-Gespräch zwischen Anneliese Rohrer und Alfred Dorfer<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=9VH7GT_-7ug" target="_blank">http://www.youtube.com/watc...</a><br />
<br />
<i>StudiFM</i> Medien-Podcast: <br />
<a href="http://medien.podbean.com/" target="_blank">http://medien.podbean.com/</a><br />
<br />
Blog <i>KOMMpress</i><br />
<a href="http://kommunity.twoday.net/" target="_blank">http://kommunity.twoday.net/</a><br />
<br />
Jugend-Popkultur-Magazin auf <i>OKTO</i>: <br />
<a href="http://okto.tv/instinkt/" target="_blank">http://okto.tv/instinkt/</a><br />
<br />
<i>FM4</i>-Blog von Martin Blumenau<br />
<a href="http://fm4.orf.at/stories/1603150/" target="_blank">http://fm4.orf.at/stories/1...</a>]]></description>
 <category><![CDATA[POLITIK - Wien]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/05/12/wir-sind-ueberall#Comments</comments>
 <pubDate>Tue, 12 May 2009 17:00:14 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Pendelnde Hindernisse]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/05/06/pendelnde-hindernisse</link>
<description><![CDATA[Schwingtüren gelten nicht als barrierefrei. Die historischen Stationen der Wiener U-Bahn sind dennoch mit solchen Türen ausgestattet. Steht Denkmalschutz über dem Gefahrenpotential? <i>punkt</i> fragt nach.<br /><br /><br />Es ist wochentags, 8:00 Uhr und in den Stationen der Wiener Linien herrscht reges Treiben. Hat man es aus dem Wagon hinausgeschafft, ist man jedoch in manchen Stationsgebäuden mit einem Hindernis konfrontiert: Pendeltüren. Diese seien „extrem gefährlich“, schildert die Studentin Martina im <i>punkt</i>-Gespräch: „Ich wohne in der Nähe der U4-Station Pilgramgasse und benutze die U4 täglich. Da muss man echt aufpassen, dass einem die Tür nicht ins Gesicht knallt. Einige Male war es schon ziemlich knapp.“<br />
<br />
<img src="http://media.viennablog.at/34180/20090506-DSC008942.JPG" width="235" alt="null" /><br />
Schwere Pendeltür der U6-Station Währinger Straße/Volksoper, Foto: Bauer<br />
<br />
Die Pendeltüren gibt es heute vor allem in den historischen Stationsgebäuden der Linien U4 und U6, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Entwürfen des Wiener Architekten Otto Wagner gebaut wurden. Bis Anfang der 1980er bildeten dabei die Wiental-Donaukanal-Linie (heute: U4), die Gürtellinie (U6) und die Vorortelinie (S45) die Wiener Stadtbahn. „Die Türen sind eben Bestand. Sie stehen unter Denkmalschutz. Heute werden öffentliche Türen ohnehin nicht mehr so ausgeführt.“, erklärt ein Experte der Stadt Wien auf <i>punkt</i>-Anfrage. Er appelliere an die Verantwortung der Mitmenschen: „Man muss Rücksicht aufeinander nehmen. Alle Türen auszutauschen, würde doch zu weit gehen.“ Anderen geht das nicht zu weit. Besonders für Menschen mit Behinderung sind Schwingtüren eine Barriere. Cabrail Cigci erblindete durch eine schwere Erkrankung des Sehnervs. Im <i>punkt</i>-Interview berichtet er von negativen Erfahrungen in U-Bahn-Gebäuden: „Freunde und Bekannte schildern mir immer wieder, dass ihnen etwas bei den Türen passiert ist. Auch bei mir kommt es etwa zwei Mal im Monat vor, dass ich eine Türe an den Kopf bekomme oder dass sich mein Stock einklemmt und bricht. Ein neuer kostet dann jedes Mal 120€.“<br />
<br />
Dass solche Unfälle Einzelfälle bleiben, bemühen sich besonders Behindertenverbände um Bewusstsein für die Probleme von Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Maria Grundner ist bei der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) für Barrierefreiheit zuständig: „Schwingtüren die nachpendeln, gelten nicht als barrierefrei. Die Durchgangsbreite ist auch zu gering, dass beispielsweise ein Rollsuhl durchpassen würde. Bei den Wiener Linien behilft man sich meist so, dass eine oder zwei Türen fixiert sind und dauerhaft offenstehen,“ so Grundner im <i>punkt</i>-Gespräch. In 80-90Prozent der Fälle funktioniere das gut, manchmal komme es aber doch zu Problemen. Laut Grundner seien taktile Leitlinien, die beispielsweise mit dem Blindenstock ertastbar sind, neben der Fixierung der Türen, eine unumgängliche Maßnahme.<br />
<br />
Auf <i>punkt</i>-Anfrage bei den Wiener Linien zeigt sich ein völlig anderes Bild der Situation: „Fakt ist, dass die Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Bei den Wiener Linien gibt es kein Problem mit Pendeltüren. Es wurde uns nichts gemeldet und es ist uns kein derartiger Unfall bekannt,“ so eine Sprecherin.]]></description>
 <category><![CDATA[POLITIK - Wien]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/05/06/pendelnde-hindernisse#Comments</comments>
 <pubDate>Wed, 06 May 2009 01:36:20 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Stolpernde Sportnation]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/04/29/stolpernde-sportnation</link>
<description><![CDATA[<br /><br /><br />Größenwahn kann sich unterschiedlich äußern. Zum Beispiel durch einen Energy-Drink-Mogul, der sein Redbull-Logo auf möglichst viele schnelle Autos, teure Fußballspieler und sexy Segler pickt. <br />
Aber auch abseits des geflügelten Energy-Drinks gibt es jede Menge Größenwahn im österreichischen Sport. Da wird im Nu eine mäßige Platzierung bei irgendeinem C-klassigen Sportbewerb zu einem „tollen Erfolg“ heraufgehoben. Man macht den Sportlern etwas vor, anstatt ihnen Zeit zu geben, damit sie an sich arbeiten können und nicht ständig zum Ausgleich des österreichischen Minderwertigkeitskomplexes missbraucht werden. <br />
Denn dass kleine Länder sportlich an der Weltspitze mitmischen können, bekommt Österreich derzeit wieder eindrücklich vorgeführt. Bei der Eishockey-WM in der Schweiz siegen die Gastgeber gegen Frankreich und Deutschland, während es für Österreichs Team eine Niederlage nach der anderen setzt. Auch in anderen Sportarten verbuchen die Nachbarn etliche Erfolge und Österreich stolpert hinterher: <br />
Im Tennis siegt Superstar Roger Federer und im Fußball ist die schweizer „Nati“ im FIFA-Ranking 60 Plätze vor der österreichischen Nationalmannschaft. Und auch bei der Ski-WM in Val d'Isere entthronten die schweizer Kollegen die Ski fahrenden Werbestars aus Österreich klar. <br />
Die Reaktion – vorhersehbar: Die Suderanten packen ihr Lieblingsargument aus. Österreich sei „zu klein“ und in einigen Bereichen „eh erfolgreich“. Doch dieser Weg ist zu einfach. Sich auf die Provinzialität des Landes zu berufen und zu jammern, hat die Schweizer auch nicht dorthin gebracht wo sie sind: Vor Österreich.]]></description>
 <category><![CDATA[KOMMENTARE - Kommentare]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/04/29/stolpernde-sportnation#Comments</comments>
 <pubDate>Wed, 29 Apr 2009 01:09:20 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Europa tanzen]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/04/21/europa-tanzen</link>
<description><![CDATA[Im Europawahljahr 09 steht auch das Wiener Stadtfest im Zeichen der Völkerverständigung. Auf dem „Europapodest“ treffen Kroaten auf Spanier und Polen auf Iren. <i>punkt</i> spricht mit den Tänzern über die Lust am Tanzen.<br /><br /><br />Europa ist vielfältig. Auch auf dem Tanzparkett. Ob der feurige Flamenco aus Spanien, der Syrtaki aus Griechenland oder der kroatische Kolo, all diese Tänze sind grundverschieden, begeistern jedoch Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen gleichermaßen. „Die Freude der Zuseher gibt uns Kraft. Es hat für uns große Bedeutung, ein Teil dieses europäischen Projekts zu sein“, so Lambis Sachpazidis, Koch- und Tanzlehrer, sowie Obmann des Vereins "O Brakas" im <i>punkt</i>-Gespräch. Am kommenden Sonntag, wird er mit seiner griechischen Tanzgruppe im Rahmen des Wiener Stadtfestes auftreten. Das Fest wird von der ÖVP Wien zum 26. Mal organisiert. Es findet von 24. bis 26. April auf Plätzen in der Wiener Innenstadt statt und bildet den VP-Gegenpart zum alljährlichen Donauinselfest der SPÖ. <br />
<br />
<img src="http://media.viennablog.at/34180/20090423-DDSGKretaTracht2.JPG" width="360" alt="null" /><br />
Traditioneller griechischer Tanz. Foto: "O Brakas"<br />
<br />
Unter dem Motto „Europa wächst in Wien“ haben die Besucher die Möglichkeit von 10-18 Uhr auf dem „Europapodest“ am Josefsplatz europäische Kulturen zu erleben. Neben der griechischen Gruppe "O Brakas" auch andere Musik- und Tanzgruppen mit Wurzeln in Kroatien, Schottland, Mazedonien oder Serbien. Auch aus dem Süden, jedoch nicht von der iberischen Halbinsel sind die beiden Schwestern Selina und Tanja Stekl. Die Grazerinnen performen unter dem Namen „Las Hermanas“ mit ihrem Gittaristen, dem Ukrainer Demetrio, auf der Europa-Bühne traditionellen Flamenco. „Meine Schwester und ich haben unsere Liebe zu Spanien und zum Flamenco vor 20 Jahren in Andalusien entdeckt und haben uns dann dort ausbilden lassen. Kommenden Sonntag präsentieren wir unsere eigene Choreografie“, sagt Selina Stekl im <i>punkt</i>-Interview. Sie tanzen dabei verschiedene Flamenco-Stile wie etwa Alegrias oder Tangos. <br />
<br />
Eine weitere Tanzgruppe ist das kroatische Folklore Ensemble "Sokadija". Obmann Ivica Orlic stammt aus Slavonien, dem östlichsten Teil Kroatiens und gestaltet mit insgesamt 20 Tänzern und 8 Musikern eine Show aus verschiedenen traditionellen Tänzen, unter anderem auch dem Kolo, Der Kolo wird vorwiegend von Bosniaken, Serben und Kroaten getanzt. Wie die deutsche Bedeutung „Rad“ bzw. „Runde“ andeutet, tanzt man den Kolo im Kreis. „Man hält sich an den Händen, Hüften oder Schultern und bewegt vor allem die Füße. Die Arme, Schultern gehen rhythmisch mit“, erklärt Orlic im Gespräch mit <i>punkt</i>. Der Idee der eigenen Europabühne kann er viel abgewinnen. Es sei eine Möglichkeit für viele Gruppen mehr Aufmerksamkeit in einem Rahmen hohen kulturellen Niveaus zu bekommen. Außerdem freue es ihn sehr, dass Kroatien auch vertreten sei: „Wir wollen zur EU. Wir sind ein Teil Europas.“ Flamencotänzerin Selina Stekl sieht solche Aktionen ebenfalls als einen „Beitrag zur kulturellen Verständigung. Europa kommt sich näher.“ Der Grieche Sachpazidis, er kam vor 10 Jahren nach Österreich, will mit dem griechischen Tanz auch zur Völkerverständigung beitragen und setzt dabei auf ein altbewährtes Zugpferd, den Syrtaki. Dabei ist der ein Kunsttanz, der 1964 für den Film „Alexis Sorbas“ erfunden und folglich für Nicht-Griechen weltweit zum Inbegriff des griechischen Tanzes wurde. „Der griechische Tanz ist weit mehr als nur Syrtaki. Wir tanzen immer mit sehr viel Gefühl und Seele.“ Trotzdem will Sachpazidis den Tanz zum Abschluss mit den Besuchern am Josefsplatz tanzen, denn „die Leute lieben den Syrtaki einfach und wir werden versuchen, dass alle gemeinsam tanzen. Auf dem ganzen Platz.“<br />
<br />
<br />
<b>Programm „Europapodest“ </b><br />
Am Sonntag, 26.April, Josefsplatz 10 – 18 Uhr<br />
<br />
10 + 11:30 Uhr | <b>Sokadija</b> (Kroatien)<br />
10:30 + 13 Uhr | Zakopane (Polen)<br />
11 + 14 Uhr | Cumann Céili Vin (Irland)<br />
12 Uhr | Ich bin O.K. (Österreich)<br />
12:30 + 15 Uhr | <b>O Brakas </b>(Griechenland)<br />
13:30 Uhr | Majovci (Mazedonien)<br />
14:30 + 16:30 Uhr | <b>Las Hermanas & Demetrio </b>(Spanien)<br />
15:30 + 17 Uhr | Viennapipes (Schottland)<br />
16 Uhr | Österreichisch-Kroatische Tanzgruppe Anno ’93<br />
17:30 Uhr | Serbischer Kulturverein Bambi<br />
<br />
<b>Weiteres Programm</b> des Wiener Stadtfestes:<br />
<a href="http://www.stadtfest-wien.at/" target="_blank">http://www.stadtfest-wien.at/</a><br />
<br />
<a href="http://members.kabsi.at/OBrakas/" target="_blank">http://members.kabsi.at/OBr...</a><br />
<a href="http://www.sokadija.at/" target="_blank">http://www.sokadija.at/</a><br />
<a href="http://members.aon.at/hermanas/" target="_blank">http://members.aon.at/herma...</a>]]></description>
 <category><![CDATA[POLITIK - Wien]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/04/21/europa-tanzen#Comments</comments>
 <pubDate>Tue, 21 Apr 2009 18:04:29 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Wirtschaft auf japanisch]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/04/14/wirtschaft-auf-japanisch</link>
<description><![CDATA[10000km Luftlinie trennen Japan und Österreich. Bei Verhandlungen scheinen die kulturellen Verständigungsprobleme manchmal noch größer. Im Japan-Österreich Jahr 09 versuchen beide Seiten diese Kluft zu schließen.<br /><br /><br />Eine Japanerin und ein Österreicher stehen einander gegenüber, sie sind Geschäftspartner. Die Dame hat dem Herrn soeben mit beiden Händen ihre Visitkarte überreicht. Nun ist er an der Reihe. Eine ungeschickte Bewegung. Die Karte liegt auf dem Boden. Der Mann ist flink. Er hebt die Karte auf und schüttelt sie. Lächelnd gibt er sie der Geschäftsfrau, um den Fauxpas zu überspielen. Kein besonderes Problem, hätte der Österreicher die japanische Geschäftsfrau nicht gerade beleidigt, indem er ihr eine Karte vom Boden überreichte. Denn bei Geschäften mit Japanern, kann die Geschäftsbeziehung durch Formfehler empfindlich gestört werden. „Man nimmt die formale Ebene in Japan sehr wichtig. Das sieht man besonders an Ritualen, die für einen ausländischen Beobachter überflüssig erscheinen, für Japaner aber sehr wichtig sind.“, so Roland Domenig, Universitäts-Assistent der Japanologie der Uni Wien, im <i>punkt</i>-Gespräch: „Der Österreicher in der Geschichte sollte die Karte am Boden liegen lassen und der Japanerin eine neue geben.“ <br />
<br />
<img src="http://media.viennablog.at/34180/20090414-fotodienst.atAnnaRauchenberger42.jpg" width="314" alt="null" /><br />
Präsentation des Logos, Foto: Anna Rauchenberger / fotodienst.at<br />
<br />
Besonders im Jahr 2009 haben Japaner und Österreicher Gelegenheit, einander besser kennen zu lernen und kulturelle Hürden abzubauen. Seit 140 Jahren pflegen die beiden Länder bereits diplomatische Beziehungen. Der erste Vertrag, den Japan 1869 mit Österreich abgeschlossen hat, war ein Handelsvertrag. „Der Vertrag hat sehr gut ausgesehen für Österreich. Ich glaub, es war der schlechteste Vertrag, den Japan je mit einem anderen Land abgeschlossen hat“, sagt Martin Glatz, Regionalmanager Fernost der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) im <i>punkt</i>-Interview. Für das Jubiläumsjahr 2009 gibt es ein eigenes Logo und es finden in beiden Ländern zahlreiche Symposien, Ausstellungen und Events statt. Dabei gibt es auch die Möglichkeit japanische Gepflogenheiten kennenzulernen. „Die Hierarchien, Netzwerke und Formalismen zeigen sich eben auch oft am Verhandlungstisch. So sitzt der Ranghöchste in der Regel am weitesten von der Tür entfernt, in der Mitte. In Aufzüge und in Autos steigt er zuerst ein“, so Domenig. Sich dieser Rituale bewusst zu sein, sei auf jeden Fall ein Vorteil, aber kein Muss. Das hält auch Glatz fest: „Die kulturellen Differenzen sind in den letzten Jahren nicht mehr so bedeutend. Japaner haben gelernt, mit Europäern umzugehen. Es ist nicht mehr so, dass man aneinander vorbeiredet. Diese Angst muss man auch den kleinen Unternehmen nehmen. Nicht jeder, der nach Japan geht, muss vorher einen kulturellen Crashkurs durchgeführt haben. Japan ist kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Es ist heute offener als es je war.“<br />
<br />
<img src="http://media.viennablog.at/34180/20090414-APAWERNERMUELLNER2.jpg" width="314" alt="null" /><br />
Österreichische Produkte in Japan, Foto: Werner Müller / APA<br />
<br />
60 österreichische Firmen haben laut Wirtschaftsministerium eine Niederlassung in Japan. Denn trotz der kulturellen Unterschiede, hat Japan einen bedeutenden wirtschaftlichen Stellenwert für Österreich. So ist Japan nach China Österreichs zweitwichtigster Absatzmarkt in Asien. Das würde sich 2009 aber drastisch verschlechtern, sagt Glatz: „Alles was die Weltwirtschaft beeinflusst, merkt Japan besonders, weil Japan in die ganze Welt exportiert. Und es hat sich in den letzten Jahren eine Blase herausgebildet, die von der Exportwirtschaft getragen ist. Die Blase ist begünstigt durch den billigen Yen, der japanische Produkte konkurrenzfähiger gemacht hat, als sie es wahrscheinlich sein sollten. Die Blase birst jetzt“ Nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird Japans Wirtschaft in diesem Jahr um 6,6 Prozent abstürzen. Fabriken wurden bereits geschlossen und viele Tausende gekündigt.<br />
<br />
Österreichische Firmen könnten jetzt vor allem Lebensmittel und Life Style-Produkte exportieren und mit Hightech-Wissen im Bereich Umwelttechnologien, erneuerbare Energien, Altenpflege und Forstwirtschaft punkten. Laut Glatz seien Japaner außerdem sehr verlässliche Vertragspartner: „Es ist vielleicht schwierig mit Japanern ins Geschäft zu kommen, aber wenn man mit ihnen einmal Geschäfte macht, bleiben sie einem als loyale Geschäftspartner über Jahre und auch über Krisen hinweg erhalten.“<br />
<br />
<b>Infos zum Japan-Österreich Jahr</b><br />
<a href="http://www.japan-austria2009.org/" target="_blank">http://www.japan-austria200...</a>]]></description>
 <category><![CDATA[POLITIK - Wien]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/04/14/wirtschaft-auf-japanisch#Comments</comments>
 <pubDate>Tue, 14 Apr 2009 21:48:19 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Frauen am Puck]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/03/25/frauen-am-puck</link>
<description><![CDATA[Dameneishockey ist in Österreich noch weitgehend unbekannt. Mit der WM Anfang April in Graz soll sich das ändern. Wie kommt man zu dem Sport und geht es so brutal zu, wie bei den Männern? <i>punkt</i> geht den Fragen nach.<br /><br /><br />„Mein Cousin hat damit angefangen und dann auch noch mein Bruder,“ sagt Sandra Borschke im <i>punkt</i>-Interview. „Ich wollte damals alles machen, was mein Bruder macht, also habe ich auch angefangen bei den Pinguinen zu spielen. Damals war ich 6.“ Seit damals hat sie es weit gebracht. Borschke ist heute die Torfrau des österreichischen Dameneishockey-Nationalteams. In der vergangenen Saison spielte sie in Schweden und es gelang ihr mit ihrem Club VIK Hockey prompt der Aufstieg in die höchste schwedische Damenliga. Borschke gehört mit ihren 21 Jahren aber nicht zu den jüngsten im Team Österreich. Mit drei 16-jährigen Spielerinnen liegt der Altersdurchschnitt der Mannschaft bei 20,15. Damit bilden die Österreicherinnen die jüngste Mannschaft des Turniers in Graz. Die Weltmeisterschaft der Division I, der zweit besten Damenliga, findet von 4. bis 10. April erstmals in Österreich statt. Nicht wunderlich, sind doch nicht nur die österreichischen Eishockeyspielerinnen sehr jung, sondern auch die Sportart an sich. <br />
<br />
<img src="http://media.viennablog.at/34180/20090326-7824.jpg" width="309" alt="null" /><br />
Österreichs Frauen am Puck<br />
Foto: Anno Friebes<br />
<br />
Während die Herren bereits seit 1920 um WM-Medaillen spielen, gab es die erste Damen-WM erst 1990. Das erste Damen-Länderspiel mit österreichischer Beteiligung gab es überhaupt erst im März 2001. Im März 2008 gelang dann mit fünf Siegen in fünf Spielen in der WM Division II in Vierumäki in Finnland der Aufstieg unter die besten 15 Nationen der Welt. Miro Berek, Trainer des österreichischen Damenteams, kritisiert im <i>punkt</i>-Gespräch, dass trotz der bisherigen Erfolge noch zu wenig für den Sport getan wird: „Es braucht mehr Popularität und mehr Sponsoren. Gerade jetzt ist die WM sehr wichtig. Es sind sehr gute Sportlerinnen dabei und die sollen zeigen können, was sie drauf haben.“ <br />
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Laut Österreichischem Eishockeyverband gibt es hierzulande derzeit etwa 650 aktiv gemeldete Spielerinnen, davon sind ca. 370 Nachwuchsspielerinnen. Um das Potential der Jungen voll ausschöpfen zu können, braucht es laut Borschke mehr Vernetzung mit den Herrenmannschaften: „In vielen Bundesländern dürfen Mädchen nicht mit den Burschen mitspielen. Wenn Mädchen nur mit Mädchen spielen, lernen sie nicht so viel. Bei den Burschen gibt es viel mehr Konkurrenz und härteres Training.“ Dieses härtere Training steht jedoch den Regelangleichungen für Frauen entgegen. So sind das Drücken gegen die Bande, sowie Body-Checks bei Damenspielen grundsätzlich verboten. „Es stimmt, bei uns geht es zwar nicht so hart zu, bei spielen in Nordamerika ist das aber durchaus auch bei den Frauen anders als hier,“ sagt Borschke.<br />
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<img src="http://media.viennablog.at/34180/20090326-7831.jpg" width="309" alt="null" /><br />
Kampf um jeden Puck<br />
Foto: Anno Friebes<br />
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Trotz der jungen Talente, sieht Trainer Berek die WM in Graz als eine große Herausforderung: „Wir sind zum ersten mal in der Division I. Da ist unser großes Ziel, in der Liga zu bleiben.“ Das könnte aber heuer besonders schwer werden. Die sechs Teilnehmer Tschechien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Slowakei und Österreich kämpfen um Gold und damit um den Aufstieg in die Top Division der besten 8 Eishockeynationen der Welt. Die beiden letztplatzierten müssen hingegen in die Division II absteigen: „Wenn zwei von sechs absteigen, ist das schon sehr hart. Die Entscheidung des internationalen Eishockeyverbandes ist ein Schnellschuss in die falsche Richtung,“ sagt Berek und auch Spielerinnen und die Organisatoren sind über die kurzfristige Entscheidung des Dachverbandes verärgert: „Wir haben erst kürzlich erfahren, dass zwei Mannschaften absteigen müssen. Drei Wochen vor einer WM ist das ein Wahnsinn. Es ist aus heiterem Himmel gekommen und wir müssen das so hinnehmen,“ sagt Martin Kantor, Generalsekretär des Organisationskomitees zu <i>punkt</i>. Ein Protest von Österreich hätte ohnehin keine Chance auf Erfolg. Dafür sei die Lobby innerhalb des Verbandes einfach zu klein, sagt Kantor: “Wir freuen uns aber schon alle sehr auf die Heim-WM und die Mädchen werden sicherlich kämpfen. Sie sind sehr motiviert.“ Gelten die Österreicherinnen im Vergleich mit Eishockeygroßmächten wie Deutschland und der Slowakei zwar als Außenseiter, mangelt es den Spielerinnen aber nicht an Leidenschaft für den Sport. Sandra Borschke lebt für Eishockey und glaubt auch an eine Medaille: „ Es fasziniert mich einfach alles am Sport. Das Tempo, aber auch der Schmerz. Das Gefühl, wenn du eine Scheibe mit der Fanghand fängst, kann wenig ersetzen. Außer vielleicht eine Geburt. Aber davon bin ich noch weit entfernt.“<br />
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<b>Info:</b><br />
Die Dameneishockey WM findet von 4. bis 10. April im Grazer Liebherr-Stadion statt.<br />
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Kartenpreise:<br />
Tages-Ticket: € 5.-<br />
Tournament-Ticket: € 20.-<br />
Kinder bis 15 Jahre: freier Eintritt<br />
Studenten, Zivil- und Präsenzdiener: freier Eintritt<br />
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<a href="http://www.icehockey09.at" target="_blank">http://www.icehockey09.at</a>]]></description>
 <category><![CDATA[SPORT - Sport]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/03/25/frauen-am-puck#Comments</comments>
 <pubDate>Wed, 25 Mar 2009 13:17:27 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[„Politiker wollen nicht eingeladen werden“]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/03/10/politiker-wollen-nicht-eingeladen-werden</link>
<description><![CDATA[Der Lobbyingleiter der RHI AG, Bernhard Nagiller spricht im <i>punkt</i>-Interview über Lobbying in Österreich, den Druck der Unternehmen auf die Politik und die unliebsamen CO2-Zertifikate.<br /><br /><br /><i>punkt: Warum gibt es Lobbying und warum spielt die Politik mit?</i><br />
Nagiller: Die Politik vertritt viele Interessen der Wirtschaft. Deshalb macht es Sinn, nicht erst miteinander in Kontakt zu treten, wenn der Hut brennt, sondern einen kontinuierlichen Dialog einzugehen. Mein Team besteht aus vier Lobbyisten. Je ein Mitarbeiter in Wien und Brüssel arbeitet dabei nur an der CO2-Zertifikate-Thematik. Außerdem arbeiten wir mit einem externen Team einer Lobbying-Agentur zusammen.<br />
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<i>punkt: Welche Lobbying-Agentur ist das?</i><br />
Nagiller: Das möchte ich nicht kommentieren. Lobbying-Agenturen nennt man nicht beim Namen.<br />
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<img src="http://media.viennablog.at/34180/20090311-BernhardNagiller.jpg" width="360" alt="null" /><br />
Nagiller: "Man muss eine gewisse Beziehung zum Politiker aufbauen" <br />
Foto: Arthur D. Little<br />
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<i>punkt: Ist die fehlende Transparenz ein Problem von Lobbying?</i><br />
Nagiller: Lobbying ist sicherlich keine Sache die geheim und hinter verschlossenen Türen passiert. Es gibt Protokolle von den verschiedenen Gesprächen, aber es wird natürlich nicht so öffentlich betrieben wie PR. Man geht etwas dezenter damit um. Es ist aber sicher keine Geheimniskrämerei dahinter. <br />
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<i>punkt: Wie oft treffen sich Lobbyisten mit Politikern?</i><br />
Nagiller: Es ist unerheblich, ob man den Politiker einmal im Monat trifft, oder einmal im Jahr, solange der Inhalt der Gespräche stimmt. Man muss eine gewisse Beziehung zu ihm aufbauen. Es kann sein, dass man sich einmal mit einem Regierungsmitglied trifft, und ihm die Situation und die Probleme des Unternehmens erläutert und nach einem Jahr ruft man ihn an, und bittet ihn konkret um Unterstützung. Oder man wendet sich an Interessensvertreter. Die Industriellenvereinigung oder die Wirtschaftskammer sind nichts anderes als Lobbying-Plattformen der Wirtschaft, mit denen man natürlich in viel regerem Austausch steht.<br />
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<i>punkt: Sind Politiker auf die Arbeit der Lobbyisten angewiesen?</i><br />
Nagiller: Die Politik ist sehr wohl darauf angewiesen und nimmt es durchaus positiv auf. Es ist eben die Politik von den Unternehmen auch abhängig, weil sie Arbeitsplätze schaffen. Heute gewinnt der Politiker einen Wahlkampf, der plausibel macht, dass er Arbeitsplätze sichert. Sonst nicht. Das ist das Kernthema schlechthin.<br />
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<i>punkt: Es geht also hauptsächlich um Arbeitsplätze und die Gefahr dass Unternehmen in Billigländer abwandern. Das heißt, Unternehmen können der Politik massiv drohen?</i><br />
Nagiller: Ja, einige Unternehmen schwingen schon die Arbeitsplatzkeule. RHI macht das aber bewusst nicht, weil wir glauben, dass Drohungen nicht sinnvoll sind. Es geht vielmehr um eine konstruktive Zusammenarbeit und Dialog, um zum Schluss eine win-win Situation zu erreichen. Mit Drohungen erreicht man das nicht.<br />
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<i>punkt: Drohungen sind das eine. Wie sieht es mit Bestechung aus. Ist die Gefahr diesbezüglich nicht sehr groß? </i><br />
Nagiller: Wer so etwas sagt, zeigt, dass er sich mit der Materie Lobbying nicht auskennt und sich nicht damit auseinandergesetzt hat. Lobbying hat überhaupt nichts mit Bestechung zu tun. Es gibt ein ganz klares Anti-Korruptionsgesetz in Österreich, dass seit kurzem sehr streng ist. Man kann nicht einmal einen staatlichen Mitarbeiter zum Essen einladen, ohne dass man das gut begründet und darüber Buch führt. Unternehmen passen mittlerweile auch sehr auf. Es war aber auch vorher so, dass es nichts mit Bestechung zu tun hatte. <br />
Politiker wollen nicht eingeladen werden, sondern Arbeitsplätze sichern und die Steuerleistung, sowie Forschung und Entwicklung in Österreich halten. <br />
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<i>punkt: Oder, dass er wiedergewählt wird?</i><br />
Nagiller: Das hängt alles miteinander zusammen. <br />
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<i>punkt: Es geht um Arbeitsplätze haben Sie gesagt. Werden da, gerade in der weltweiten Wirtschaftskrise, nicht auch Umweltmaßnahen vernachlässigt?</i><br />
Nagiller: Ich glaube nicht, dass Umweltfragen aufgeschoben werden. Vor allem nicht, weil die österreichischen Industrieunternehmen in den letzten 20 Jahren, schon sehr viel für den Umweltschutz gemacht haben.<br />
Jedes Produkt wie Beton oder Stahl, das man heutzutage in Österreich herstellt, verursacht deutlich weniger CO2-Ausstoß pro Tonne, als wenn man es in China herstellt. Es gilt also, die Industrie in Europa zu sichern, anstatt sie durch die CO2-Thematik zu vertreiben. <br />
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<i>punkt: Die CO2 Zertifikate sind der RHI AG also ein Dorn im Auge?</i><br />
Nagiller: Das ist keine Frage von wollen oder nicht wollen. Die RHI bekennt sich klar zur CO2-Reduktion weltweit. Aber wir müssen es fair machen, sodass man den internationalen Wettbewerb nicht gefährdet. Wenn die RHI in Europa produziert müssen wir für eine Tonne CO2 100€ zahlen, die Chinesen müssen das nicht. Das ist ein Eingriff in den Wettbewerb und vertreibt so die Industrie. <br />
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<i>punkt: Dazu gab es ja auch schon Vorschläge von Global 2000 und anderen Umweltorganisationen, mit den Border Tax Adjustments (BTA) Produkte, die nicht aus der EU kommen, zu besteuern, um den Wettbewerbsnachteil auszugleichen. Warum wehrt sich die Industrie gegen diesen Vorschlag?</i><br />
Nagiller: Das ist sicherlich eine Notfallslösung, aber es macht alles unheimlich kompliziert. Man hebt hier Geld für CO2 Zertifikate ein und besteuert dann wieder Produkte, die aus China kommen. Da gibt es dann jahrelange Prozesse und die Chinesen würden wieder mit irgendwelchen Repressalien reagieren. Man macht die Sache also im Endeffekt nur komplizierter, anstatt pragmatische Lösungen und faire CO2-Systeme zu schaffen. <br />
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<i>punkt: Es wäre zwar ein größerer Aufwand, würde aber trotzdem der Umwelt zu Gute kommen.</i><br />
Nagiller: Am besten würde es der Umwelt zu Gute kommen, wenn die EU sagt: Es gibt eine Ausnahmeregelung für die Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen und die schon best in class sind, die also pro Tonne den geringsten CO2-Ausstoß haben. Das wäre die fairste Lösung ohne viel Aufwand. Mit BTA rechnet man ums Eck. Der administrative Aufwand wäre riesig und man bräuchte eine Heerschar an Beamten. Wir brauchen schnelle Lösungen und nicht irgendwelche aufgeblähten Ums-Eck-Denkereien. <br />
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<b>Infobox</b><br />
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Bernhard Nagiller ist 1980 in Wien geboren. Er studierte Marketing & Sales an der Wirtschaftsuniversität Wien und arbeitete unter anderem bei der Unternehmensberatung Arthur D. Little. <br />
Derzeit ist er Assistent des Vorstandsvorsitzenden der RHI AG, Thomas Fahnemann und Lobbyingleiter des Unternehmens.  Nagiller hält zudem Gastvorträge an Fakultäten in Wien, Innsbruck und Wr. Neustadt.<br />
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Die RHI AG (bis 1998 Radex-Heraklith Industriebeteiligungs AG) ist eine weltweite Unternehmensgruppe in der Herstellung, dem Vertrieb und der Zustellung von Feuerfestprodukten für industrielle Hochtemperaturprozesse. Das Unternehmen mit Sitz in Wien beschäftigt weltweit zirka 8.000 Mitarbeiter, etwa 2.000 in Österreich.]]></description>
 <category><![CDATA[POLITIK - Wien]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/03/10/politiker-wollen-nicht-eingeladen-werden#Comments</comments>
 <pubDate>Tue, 10 Mar 2009 18:24:45 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Typisch österreichisch]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/01/12/typisch-oesterreichisch</link>
<description><![CDATA[<br /><br /><br />Nicht mehr zu rauchen ist ein beliebter Vorsatz zu Silvester. Dieses Jahr werden die Veränderungswilligen sogar durch ein neues Gesetz unterstützt. Wer nun aber an eine große Zustimmung für die neue Nichtraucherregelung glaubt, liegt falsch. Das bereits treffend als „gute österreichische Lösung“ bezeichnete neue Gesetz, ist nicht viel mehr als das: typisch österreichisch. Ein neues Gesetz, an das sich vorerst keiner hält. Viele Wirte reizen die Fristen bis zuletzt aus. Da können die Raucher entspannt bleiben. Von der Tabakindustrie versorgt, von der Politik umsogt und ausgehalten von der Gesellschaft zünden sie die nächste Zigarette an und hüsteln sich ins Fäustchen. Schärfere Tabakgesetze zu beschließen bleibt hierzulande einfach ein zu heißes Eisen. <br />
Die Ministerkatastrophe der geschiedenen Regierung Andrea Kdolsky scheiterte an der starken Raucherlobby und ihr Nachfolger Alois Stöger setzt erst einmal auf Abwarten. Zum einen sicher eine Anstandsfrist, um die Ergebnisse der Vorgängerin nicht sofort zu diskreditieren, andererseits auch ein Spiel auf Zeit. Der Missgunst der Raucher und Tabakindustrie, will sich der neue Minister nicht aussetzen. Da käme es recht, wenn sich die EU des Vorhabens und somit auch des Ärgers annehmen würde. Eben typisch österreichisch: Verzögern, bis die Verantwortung an Brüssel abgeschoben werden kann.<br />
Angesichts der schleppenden Reformpolitik im österreichischen Nichtraucherschutz bleibt nur zu hoffen, dass die EU-Kommission rasch einheitliche Maßnahmen beschließt, bevor Stöger vielleicht doch auf die Idee kommt, seine eigene „guten österreichischen Lösung“ zu versuchen.]]></description>
 <category><![CDATA[KOMMENTARE - Kommentare]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2009/01/12/typisch-oesterreichisch#Comments</comments>
 <pubDate>Mon, 12 Jan 2009 20:09:55 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Nicht nur für die Braven]]></title>
 <link>http://maximilianbauer.viennablog.at/2008/12/02/nicht-nur-fuer-die-braven</link>
<description><![CDATA[Der Nikolaus ist für die Kinder da. Nicht ausschließlich. Beamte, Psychologen, katholische Kirche und die Plattform „Rettet den Nikolaus“ beschäftigen sich mit der Figur des Nikolaus. <i>punkt</i> fragt sie alle.<br /><br /><br />„Der heilige Nikolaus soll nicht als Erziehungshelfer missbraucht werden. Das geht gegen den Brauch“, sagt Julia Klaban von der katholischen Jungschar Österreich im Gespräch mit <i>punkt</i>. Die katholische Jungschar wolle von dem Bild des heiligen Nikolaus, der in seinem goldenen Buch alle Verfehlungen der Kinder eingetragen hat, Abstand nehmen. Ein Nikolaus, der die Kinder auf diese Weise  demütigt, sei auf dem „vollkommen falschen Weg“. „Wir treten dafür ein, den Kindern den Brauch vom Nikolaus als Helfer und Unterstützer näher zu bringen.“ Deshalb hält Klaban einen Nikolausdarsteller in den Kindergärten für sehr wichtig, denn: „Der Nikolaus darf nicht nur eine virtuelle Figur sein.“ Es sei aber nicht nötig, den Kindern vorzugaukeln, der echte Nikolaus wäre hier. „Die Kindergartentante kann sich vor den Kindern verkleiden und ihnen so den Brauch erfahrbar machen. In den Diözesen werden bereits Nikolausschulungen angeboten.<br />
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<img src="http://media.viennablog.at/34180/20081202-dpadpawebdpaA3608OliverWeiken3.jpg" width="308" alt="null" /><br />
So kennt man den Nikolaus: weißer Bart und mit rotem Bischofshut (Foto:dpa/dpaweb/dpa/A3608 Oliver Weiken3)<br />
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Echte Nikolausdarsteller in den Kindergärten waren dem „besorgten Vater“ Lukas Mandl so wichtig, dass er 2006 die Plattform „Rettet den Nikolaus“ mitbegründete. Dies geschah als Reaktion auf ein Nikolausverbot der Stadt Wien im Dezember 2006. Eine Sprecherin von Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Grete Laska hatte in einem Gespräch mit der APA erklärt, Nikolaus und Krampus hätten aus pädagogischen Gründen Hausverbot in Wiens Kindergärten. „Innerhalb weniger Tage haben sich mehr als 7000 Unterstützer für unsere Plattform angemeldet und so Laska dazu gezwungen, das Nikolausverbot aufzuheben“, schildert Mandl die Aktion  von „Rettet den Nikolaus“ im <i>punkt</i>-Interview. „Ein echter Nikolaus, der lieb und gut auftritt, ist für die Kinder sehr wichtig. Das Nikolausverbot war deshalb in erster Linie kinderfeindlich.“ Deshalb setzt die Plattform auch dieses Jahr Aktionen. „Wir kontrollieren die Kindergärten mit Mystery Shopping.“ Dabei rufen laut Mandl Miet-Nikolause an, um nachzufragen, ob die Kindergärten das Fest feiern und ob sie einen Nikolausdarsteller brauchen. „Bisher haben wir aber kein schwarzes Schaf erwischt.“<br />
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Claudia Trojer-Dornieden von der MA10, zuständig für die Wiener Kindergärten, kann die Aufregung um das Nikolausfest nicht verstehen: „In die Wiener Kindergärten kommen seit 30 Jahren keine Nikolause. Wir haben keine Tradition dafür“, sagt sie zu <i>punkt</i>. Von der Plattform „Rettet den Nikolaus“ habe sie bisher nichts gehört. „Mir kommt diese ganze Diskussion befremdlich vor. Ich verstehe nicht, warum diese Leute annehmen, dass wir das Nikolausfest in unseren Kindergärten nicht feiern. Sicher feiern wir. Nur eben nicht mit gemieteten Nikolausdarstellern.“ Jeder Kindergärtner könne die Feier individuell gestalten. „Wenn sie unsere 36.000 Kindergartenkinder fragen, wird ihnen jedes sagen, dass der Nikolo da war. Auch ohne Miet-Nikolaus. Man darf den Kindern nicht ihre Phantasie absprechen.“<br />
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<img src="http://media.viennablog.at/34180/20081202-APAHARALDKRACHLER.jpg" width="244" alt="null" /><br />
In der Russisch-Orthodoxen Kirche ist die Ikone des Nikolaus neben Christus und Maria mit Kind die dritt bedeutendste. (Foto:apa/Harald Krachler)<br />
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Die Entwicklungspsychologin Judith Glück erklärt <i>punkt</i> die Bedeutung des Brauches für kleine Kinder. Es komme darauf an, wie die Eltern den Umgang mit dem Brauch vorlebten. „Rituale, die jedes Jahr wiederkehren sind wertvoll für jedes Kind. Weihnachten und Ostern sind jedoch bedeutender als das Nikolausfest. Für Kinder bis etwa 10 Jahren sind diese Bräuche besonders wichtig. Ab dann geht auch allmählich der Glaube daran verloren.“ <br />
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Nachdem die Erwachsenen viel über den Nikolaus gesagt haben, will <i>punkt</i> noch eine junge Expertin befragen. Sabrina ist fünf und geht in den Kindergarten. Ob sie sich schon auf den Nikolo freut? „Ja sehr und auf die Süßigkeiten.“<br />
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<b>Infobox</b><br />
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Historische Person:<br />
Nikolaus von Myra wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als griechischer Bischof von Myra in der heutigen Türkei.<br />
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Bauernregel:<br />
Regnet's an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.<br />
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Unterstützerliste auf <a href="http://www.rettet-den-nikolaus.at" target="_blank">http://www.rettet-den-nikol...</a><br />
Nikolausschulungen: <a href="http://www.jungschar.at" target="_blank">http://www.jungschar.at</a>]]></description>
 <category><![CDATA[CHRONIK - Wien]]></category>
<comments>http://maximilianbauer.viennablog.at/2008/12/02/nicht-nur-fuer-die-braven#Comments</comments>
 <pubDate>Tue, 02 Dec 2008 00:44:11 +0100</pubDate>
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  </channel>
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